Kapitel 44

Der Wald hat Pranken und Klauen.

Äste und Ranken schnappen nach mir, als ich durchs Unterholz dorthin renne, wo ich Sarahs Schrei gehört zu haben glaube.

Ich musste es tun. Statt zu fliehen, bin ich auf die andere Seite des Zaunes zurückgekehrt. Ich darf Sarah nicht im Stich lassen, ganz gleich, was sie oder David mir angetan haben.

Immer wieder versacke ich mit einem Fuß im Waldboden. Nach den heftigen Regenfällen der letzten Nacht ist er aufgeweicht, fast sumpfig. Jetzt, wo die Sonne sich erhebt, steigt Nebel aus dem Waldboden auf und umschmeichelt verschwörerisch die Baumstämme.

Ein richtiger Urwald ist das, ein wahrhaftiger Dschungel, ungestüm und erbarmungslos. Armdicke Wurzelstränge umgeben die Stämme und unter dichten Farnen ist nirgends ein Weg zu erkennen. Die wenigen Baumstümpfe gehören zu umgestürzten Bäumen. Keine abgesägten Stümpfe oder Spuren von Äxten. Dieser Wald ist sich selbst überlassen, einer Natur anvertraut, die urtümlicher und kraftvoller erscheint, als ich es jemals zuvor erlebt habe.

Ohne Spuren menschlichen Einflusses? Nicht ganz. Vor mir, hinter dem wirren Geäst der Bäume, taucht ein gelblicher Schimmer auf. Als ich dorthin stolpere, schlägt mir ein Zweig ins Gesicht. Nach dem Aufprall bin ich wie betäubt. Die Taschenlampe gleitet aus meiner Hand und mein Blick verschwimmt hinter blauen Blitzen. Als sie nachlassen, erkenne ich, was da hinter dem Gestrüpp aufgetaucht ist.

Hinter den Bäumen erhebt sich das verrostete Klettergerüst mit einer Schaukel aus verblichenem gelben Plastik.

Ausgerechnet die Reste eines Kinderspielplatzes an diesem Ort.

Von Sarah kein Laut und auch sonst keine Spur. Soll ich rufen? Ich traue mich nicht, obgleich mein erneutes Eindringen in den Wald wahrscheinlich nicht unbemerkt geblieben ist. Wer auch immer hier lauert und Sarah gefangen genommen hat, weiß, dass ich hier bin.

Und mit dieser Erkenntnis kommt – nein, keine Erinnerung, sondern eine grausame Gewissheit. Ich bin schon einmal hier gewesen, und zwar nicht erst gestern, als ich den verhüllten Gestalten gefolgt bin. Ich bin vor vielen Jahren hier gewesen.

Ein Bild erscheint vor meinen Augen. Der Wald verschwindet, wie eine sich auflösende Fata Morgana. Nur das der Vergleich nicht ganz stimmt, da sich die Realität auflöst und nicht das Trugbild. Ich sehe immer noch das Klettergerüst und die Schaukel, doch das sie jetzt nagelneu sind und nicht mehr im Wald vor sich hin rosten, sondern inmitten einer schmucken Siedlung auf einem Spielplatz stehen, umgeben von einem Sandkasten, der alle Spielgeräte umgibt und ihnen einen Rahmen verleiht. Eine Rutsche. Ein kleines Karussell. Eine Wippe. Alles ist neu, wie gerade eben erst geliefert und aufgestellt. Ohne jede Spur von Rost. Der Wald ist verschwunden. Die Siedlung sowie ein Kinderspielplatz mit Sand und umgeben von einem knöchelhohen Steinwall sind an seine Stelle getreten.

Ich bin neun Jahre alt und schlendere gelangweilt auf das Gerüst zu. Ich sollte im Wagen warten, doch ich habe solange gequengelt, bis mir meine Eltern erlaubt haben auf den Spielplatz zu gehen.

«Wir sind gleich zurück,» ruft meine Mutter.

Ich drehe mich nicht zu ihr um.

«Du bleibst hier und gehst nicht fort», fügt sie an. Warum sollte ich hier fortgehen? Und wohin sollte ich schon gehen? Ein Spielplatz ganz für mich allein. Vor ein paar Jahren hätte meine Euphorie keine Grenzen gekannt, doch ich bin jetzt neun Jahre alt, was soll mir ein verlassener Spielplatz da schon bedeuten? Ich habe nur gequengelt, weil ich nicht allein im Wagen bleiben wollte.

Klar, ich kann mich auf die rote Schaukel setzen und am besten lässig und cool dasitzen. Niemand soll mich für ein Spielkind halten. Ich bin zu alt für solche Sachen. Ich soll hier einfach warten und das werde ich tun. Und wenn andere Kinder kommen, dann höre ich einfach etwas auf meinem Walkman, am besten ‹Love ist all around› von Wet Wet Wet, und ignoriere sie. Aber, der Spielplatz wirkt unberührt und es ist weit und breit kein Kind zu sehen. Ich hocke mich auf die gelbe Schaukel und setze die Kopfhörer auf. Ich schalte den Walkman ein.

I see your face before me
As I lay on my bed

Ich schaue möglichst unbeteiligt zu den Häusern, die genauso neu wirken wie alles hier. Einige sind noch im Bau und Maschinen und Werkzeuge stehen herum. Ich kann kein einziges Kind entdecken, das mir meine Eroberung streitig machen wird. Als ich mich umdrehe, sind meine Eltern verschwunden. Das Auto parkt verlassen am Straßenrand. Ein VW-Passat. Benannt nach einem Wind, wie Vater mir erklärt hat. Der Wagen ist gelb. Wie ein Postauto finde ich.

Als ich von der Schaukel steige, weil es mir zu langweilig wird und mir die Erkenntnis kommt, dass es überhaupt nicht cool ist, auf einer Schaukel zu sitzen, stürze ich der Länge nach hin.

Ich schlage heftig mit dem Kopf auf eine aus dem Boden ragende Wurzel. Der Tagtraum ist verschwunden. Da sind nur wieder der Wald und ein verrostetes Klettergerüst sowie eine halb im Boden versunkene Schaukel, deren ausgebleichtes Plastik blassgelb zwischen dem Moosbewuchs hervorschimmert. Höllische Kopfschmerzen erfüllen meinen Schädel. Als ich meine Stirn betaste, fühle ich eine ziemlich dicke Beule.

Ich bin schon einmal hier gewesen. Die Erkenntnis trifft mich fast genauso hart, wie die Wurzel. Das war nicht nur ein Hirngespinst, das war eine Erinnerung. Ich war als Kind auf diesem Spielplatz.

In diesem Moment wird der Schalter in meinem Kopf endgültig umgelegt. Vor meinen Augen setzt sich der Film fort. Ich bin neun Jahre alt und betaste eine Beule an meinem Kopf. Bin ich gestürzt? Wie konnte das passieren? Wahrscheinlich bin ich vor lauter Langeweile eingeschlafen und von der Schaukel gefallen. Nur gut, dass kein anderes Kind in der Nähe ist, um mein Missgeschick beobachtet zu haben. Es ist einfach verdammt langweilig hier. Es ist nichts weiter als ein dämlicher Spielplatz, auf dem ich das einzige Kind bin. Was soll ich hier? Die Spielgeräte sind etwas für kleine Kinder. Ich soll warten, hat meine Mutter gesagt. Warten worauf? Warum haben sie mich überhaupt allein gelassen?

Ein Polizeiwagen fährt vor und parkt hinter unserem gelben Passat. Ein Polizist steigt aus. Er ist allein, schaut zu mir herüber und nickt mir zu. Ich wende gelangweilt den Blick und schaue erst wieder hin, als er in einem der Häuser verschwunden ist. Ich weiß nicht, wie viel Zeit vergeht, sitze einfach nur wieder allein auf der Schaukel und male Kreise mit der Fußspitze in den Sand. Mein Kopf tut schon nicht mehr weh.

Was ist, wenn meine Eltern mich vergessen haben? Wenn sie mich hier einfach allein zurückgelassen haben? Doch das ist unmöglich, unser Auto steht ja noch da. Ist ohnehin ein blödsinniger Gedanke. Warum sollten meine Eltern mich hier zurücklassen? Trotzdem. Die Vorstellung lässt mich nicht los, streicht wie ein namenloser Schatten durch meine Gedanken, ändert seine Gestalt und breitet sich aus. Schließlich umfängt ein beklemmender Umhang all mein Denken. Wenn sie mich nicht vergessen haben, dann ist ihnen etwas zugestoßen. Da bin ich mir mit einem Mal sicher. Meine Eltern sind nicht fort, aber sie sind in Gefahr. Diese Siedlung ist anders, wie der dunkle, unheimliche Ort, durch den wir vorhin gefahren sind. Hier ist alles sauber, neu und wie geleckt und dennoch lässt er mich ebenso frösteln, wie zuvor die geduckten düsteren Häuser.

Ich springe von der Schaukel und schaue mich um. Es ist keine Menschenseele zu sehen. Wenn doch nur der Polizist wieder auftauchen würde. Den könnte ich ihn fragen. Das Polizeiauto steht noch da. Er muss hier irgendwo sein. Zu welchem Haus ist er gegangen?

Bei einem der Häuser steht die Haustür offen. Kann ich dorthin gehen? Wird mir jemand antworten, wenn ich nach meinen Eltern oder den Polizisten frage? Sind diese Häuser überhaupt bewohnt?

Unschlüssig gehe ich auf das Haus zu. Die Tür schwingt im Luftzug langsam vor und zurück. Die Scharniere knarren. Ich bleibe vor der Tür stehen und drücke den Klingelknopf. Ein Glockenton ertönt direkt über mir an der Innenseite des Türrahmens. Im Haus bleibt es still. Ich drücke die Klingel erneut. Nichts. Ich weiche einen Schritt zurück. Möge doch ein Windhauch die Tür einfach zuschlagen, dann wäre mir die Entscheidung abgenommen, ob ich eintreten soll.

In einem der Zimmer scheint eine Radiosendung oder etwas in der Art zu laufen. Was für eine komische Musik ist das? Chorgesang? Das ist nicht mal eine richtige Melodie, sondern eher ein monotones Gemurmel mehrerer Stimmen. Wie in einer Kirche beim Gebet. Vielleicht ein Gottesdienst, der übertragen wird.

Ich trete ein. Auf der linken Seite öffnet sich ein weiträumiges Wohnzimmer mit altertümlichen Möbeln, die so gar nicht zu dem neuen Haus passen. Es ist kein Mensch zu sehen. Der seltsame Gesang ist nah, aber er kommt nicht aus dem Wohnzimmer. Vor mir erstreckt sich ein Korridor bis zu einer weiteren Tür, die sperrangelweit offen steht. Daneben führt eine Treppe in das Obergeschoss. Die Musik kommt eindeutig aus dieser Richtung, also entweder von oben oder aus dem Raum, der hinter der Tür im Dunkeln liegt.

Mit zaghaften Schritten schleiche ich vorwärts. In meinem Rücken knarrt die Haustür in ihren Angeln. Jetzt ist mir gar nicht mehr wohl bei dem Gedanken, dass sie zuschlagen könnte. Dann wäre ich gefangen.

Am Ende des Korridors blicke ich die Treppe empor, deren Stufen oben in einen weiteren Gang münden. Kommt das Geräusch aus einem der Zimmer über mir? Nein. Es kommt aus den Schatten hinter der Tür neben der Treppe. Dahinter liegt kein Raum, sondern ein Schlund, der in die Tiefe führt. In den Keller. Von dort kommt der Gesang.

Ich sollte umkehren und von hier verschwinden. Bestimmt sind meine Eltern längst zurück und suchen mich. Was ist bloß in mich gefahren? Es war eine total blödsinnige Überlegung, dieses Haus zu betreten.

Ein Knall. Der Gesang verstummt augenblicklich.

An meine Ohren dringt nur noch das Knarren der Eingangstür in meinem Rücken. Ich wage nicht, mich zu bewegen. War das ein Schuss? Ein Silvesterknaller? Das Geräusch kam aus der Tiefe. Aus dem Keller. Wie kann das sein? Es klang weit weg, als wäre die Explosion in einem der anderen Häuser geschehen. Nur, dass der Knall eindeutig aus dem Keller zu meinen Füßen kam und nicht von draußen.

Schritte. Ich drehe mich um. Da ist niemand. Der Korridor ist leer. Schritte? Nein, das ist eher das Tapsen nackter Füße. Es kommt aus dem Keller. Warum nur kann ich mich nicht bewegen? Ich darf nicht hierbleiben. Die tapsenden Schritte verstummen und an ihre Stelle tritt das wimmernde Schluchzen eines Kindes. Es ist dort unten. Verborgen in der Dunkelheit des Kellers. Was soll ich nur tun? Ich zittere, wie von eisiger Kälte ergriffen. Meine Erstarrung löst sich und ich mache einen unsicheren Schritt zurück in den Korridor. Ich muss jetzt einfach nur loslaufen. Draußen suchen bestimmt meine Eltern schon nach mir. Ich will hier fort. Aber, was ist mit dem Kind in dem Keller? Was ist, wenn es Hilfe braucht?

«Ist da jemand?»

Eine Kinderstimme aus den Schatten des Kellers, weinerlich und verunsichert.

«Ich bin hier oben», gebe ich zur Antwort, ohne recht zu überlegen. «Komm’ rauf.»

«Ich kann nicht.»

Vorsichtig setze ich einen Fuß vor den anderen und steige die Stufen in die Dunkelheit hinab.

«Bist du verletzt?»

Das andere Kind antwortet nicht mehr. Es weint nur noch. Ich muss ihm helfen.

Am Ende der Treppe öffnet sich ein Kellerraum. Schwach dringt das Licht aus dem Korridor herab. Ich kann nur schlecht etwas erkennen. Da sind Regale an den Wänden mit lauter Krimskrams. Einzelheiten sind kaum auszumachen. Ist das eine Lampe, die aus einem der Kartons hervorlugt? Das, was ich zuerst für einen seltsam geformten Eimer gehalten habe, entpuppt sich als vorsintflutlicher Staubsauger. Unter einem der Regale stehen Kästen mit leeren Bierflaschen.

In der Mitte des Raumes befindet sich ein Tisch und an der Seite ist ein metallenes Werkzeug befestigt. Ich weiß nicht, wie es genannt wird, aber ich habe schon gesehen, dass damit Holz und andere Materialien fixiert werden können, um sie zu bearbeiten. Das Ding hängt schief in seiner Verankerung und kann jederzeit zu Boden krachen.

Langsam gewöhnen sich meine Augen an die Dunkelheit, aber ich kann das andere Kind nicht sehen. Wo versteckt es sich bloß und vor allen Dingen wovor?

«Wo bist du?»

«Hier! Hinter dem Vorhang.»

Vorhang? Welcher Vorhang?

«Ich sehe keinen Vorhang.»

«Geh’ weiter. Er ist direkt vor dir.»

Die Stimme klingt schon viel fester und gar nicht mehr weinerlich. Es ist die Stimme eines Mädchens und sie kommt mir seltsam bekannt vor. Was macht sie hier unten? Und wo ist der Vorhang, von dem sie sprach.

Ich bewege mich langsam mit kleinen Schritten voran. Mehr unschlüssig als unsicher, denn die Umrisse des Raumes zeichnen sich in dem schummrigen Licht deutlich ab. Vor mir ist bloß eine Wand. Eine nackte Wand, ohne Regale oder Anbauten, keine Möbel oder Kisten, die davor abgestellt sind. Einfach nur eine Wand. Ich zögere und wende mich nach links und rechts. Wo ist nur dieser Vorhang? Zu beiden Seiten Regale, in meinem Rücken der Kellereingang, durch den ich gekommen.

Kauert sie vielleicht unter dem Regal? Verdeckt doch ein Stück Stoff, das sie als Vorhang bezeichnet?

«Hilf mir, bitte», dringt erneut die Stimme an mein Ohr, jetzt wieder schluchzend, weil sie vielleicht meint, dass es mir nicht ernst ist, ihr zu helfen. Die Stimme kommt von dort, wo sich die Wand vor mir auftut.

Die Wand erzittert lautlos, als habe ein kräftiger Schlag sie von der anderen Seite erschüttert. Das ist unmöglich. Ich kann kein Beben spüren. Außerdem ist es vollkommen still. Nur ein kalter Luftzug umfängt mich, bereit, meiner Furcht Unterstützung zu gewähren. Dann begreife ich. Das ist keine Wand, das ist ein Stoff: Der Vorhang!

Mit wenigen Schritten habe ich ihn erreicht, packe das morsche Gewebe und ziehe es zur Seite. Staubige Luft kratzt in meinem Hals und raubt mir den Atem. Im ersten Moment kann ich sie immer noch nicht sehen, da mir von all dem Staub Tränen in die Augen schießen. Als mein Blick sich klärt, erkenne ich eine Art Tischtennistisch und links schräg dahinter einen alten Küchenschrank mit Arbeitsfläche. An der gegenüberliegenden Wand fällt mir ein Schatten auf, den ich für einen riesigen Fleck halte, bis ich realisiere, dass dort die Wand durchbrochen ist und das, was ich für einen Fleck gehalten habe die gähnende Finsternis dahinter ist.

Aus diesem Schatten tritt sie hervor. Schemenhaft zu Anfang, als würde sie sich aus der Dunkelheit materialisieren.

Ich bin so erschrocken, dass ich einen Schritt zurückweiche. Sie sieht genauso aus wie ich, als sei sie nicht aus Schatten, sondern aus einem Spiegel in meine Welt getreten.

In ihren Händen hält sie eine Art Krug. Das Ding sieht aus wie die Keramiktöpfe in unserer Küche, in denen Zwiebeln oder Kräuter aufbewahrt werden. Ich versuche, die Erscheinung des Mädchens zu begreifen. Ich starre sie an, als wäre sie ein Gespenst und in gewisser Weise ist sie das auch.

Sie streckt mir den Krug oder was das auch immer sein mag entgegen.

“Mein Name ist Nadia”, sagt sie. “Du musst mir helfen!”

Dann geht es Schlag auf Schlag.

Hinter dem Mädchen taucht der Polizist auf, in einer Hand eine Pistole. Mit der anderen Hand führt er einen ungefähr zwölf- bis vierzehnjährigen Jungen, dem er seine Uniformjacke über die Schultern gelegt hat, da er ansonsten nackt ist.

Das andere Mädchen mit dem Gefäß in ihren Händen ist hinter dem Polizisten verschwunden und als der Junge mich erblickt, bricht das Chaos los. Er reißt sich von dem erschrockenen Polizisten los und stürzt sich auf mich, wirft mich zu Boden und packt meine Kehle.

«Du hast uns verraten», brüllt er und in einem fort: «Ich hasse dich! Du bist nicht die Auserwählte.»

Unter dem unbarmherzigen Griff an meinem Hals verliere ich langsam das Bewusstsein. Ich will ihn von mir stoßen, gleite jedoch immer wieder ab, da der Junge ganz glitschig ist. Er ist voller Blut, denke ich und es ist das Letzte, was ich wahrnehme. Das Gefühl von Blut auf seiner nackten Haut.

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